Warum die Familiengruppe der falsche Ort dafür ist
Eine Erstkommunion ist selten klein. Zwei Familien, die Paten, Großeltern von beiden Seiten, und im Gasthaus sitzen dann dreißig Leute an der langen Tafel. Fast jeder fotografiert: das Kind mit der Kerze, die Kommunionkinder, die nach dem Essen in Weiß über die Wiese rennen, den Umschlag, den die Patentante überreicht, und die Torte mit dem Fisch drauf.
Am Abend fragt jemand in die Gruppe: „Schickt ihr mal?“ Drei schicken, die anderen nicht. Was ankommt, ist auf Messengergröße heruntergerechnet und taugt nicht zum Drucken. Und die Bilder vom anderen Tischende sieht nie jemand, weil die in einer anderen Gruppe landen.
Ein QR-Code auf dem Tisch dreht die Reihenfolge um. Hochgeladen wird, während die Leute noch dasitzen und auf den Nachtisch warten – und weil alle mit dem Code dieselbe Galerie öffnen, schaut die Runde noch am selben Nachmittag gemeinsam durch, was schon drin ist. Das ist der Moment, in dem auch die Nachzügler ihre Bilder dazulegen.